Was kostet eine Baumfällung? Preise und Faktoren im Überblick

Die Kosten für das Fällen eines Baumes liegen je nach Größe und Aufwand meist zwischen 200 und 3.000 Euro. Während kleine, frei stehende Bäume relativ günstig gefällt werden können, treiben schwer zugängliche Standorte und aufwendige Entsorgungen den Preis deutlich in die Höhe.

Kostenlos für Auftraggeber

Baum fällen Kosten: Preise für Fällung, Wurzel und Abtransport: Angebote vergleichen.

Kostenlos und unverbindlich.

  • Kostenlos anfragen
  • Geprüfte Betriebe
  • 100% unverbindlich
Auftrag einstellen
Baum fällen Kosten: Preise für Fällung, Wurzel und Abtransport Preis-Vergleich

Direkt auf den Punkt: Was kostet es, einen Baum zu fällen?

Da es sich bei einer Baumfällung um eine reine Dienstleistung handelt, setzen sich die Kosten aus der Arbeitszeit, dem Maschineneinsatz und eventuellen Gebühren zusammen. Ein pauschaler Preis lässt sich schwer nennen, da jeder Baum und jeder Standort anders ist. Als grobe Orientierung kannst du mit 25 bis 40 Euro pro Meter Baumhöhe rechnen. Die folgende Tabelle zeigt dir die üblichen Preisspannen für die reine Fällung inklusive einer Standard-Sicherung (Stand 2025/2026).

Baumgröße Höhe Kostenrahmen (Fällung)
Klein bis 10 Meter 200 € – 900 €
Mittel 10 bis 20 Meter 500 € – 1.500 €
Groß über 20 Meter 1.200 € – 3.000 €

Wichtig: Diese Preise beziehen sich auf die reine Fällarbeit. Zusatzleistungen wie das Entfernen der Wurzel oder der Abtransport des Holzes kommen noch hinzu.

Die wichtigsten Kostentreiber bei der Baumfällung

Warum kostet die Fällung des einen Baumes 300 Euro und die des anderen 2.000 Euro? Das liegt an drei wesentlichen Faktoren, die den Arbeitsaufwand bestimmen.

Zugänglichkeit und Standort

Steht der Baum frei auf einer Wiese, kann er oft im Ganzen in eine bestimmte Richtung gefällt werden. Das geht schnell und ist entsprechend günstig. Steht der Baum jedoch eingezwängt zwischen Häusern, Zäunen oder Stromleitungen, muss er stückweise von oben nach unten abgetragen werden. Hierfür kommt meist die Seilklettertechnik zum Einsatz. Spezialisten berechnen dafür etwa 200 Euro pro Stunde. Durch diesen Mehraufwand steigen die Kosten für die Fällung schnell um 60 bis 100 Prozent.

Baumhöhe und Kronendurchmesser

Je höher der Baum, desto länger dauert die Arbeit. Ein großer Kronendurchmesser bedeutet zudem extrem viel Astwerk. Das treibt nicht nur die Arbeitszeit in die Höhe, sondern vor allem die späteren Entsorgungskosten, da das Volumen des Grünschnitts massiv zunimmt.

Zustand des Baumes

Ein gesunder Baum kann von einem Kletterer sicher bestiegen werden. Ist der Baum jedoch krank, morsch oder durch einen Sturm beschädigt, ist das Klettern lebensgefährlich. In solchen Fällen ist es oft unumgänglich, eine Hebebühne (Miete ca. 100 bis 500 Euro pro Tag) oder bei extremen Spezialfällungen sogar einen Kran (800 bis 2.000 Euro) einzusetzen.

Zusatzkosten: Wurzel, Entsorgung und Genehmigung

Neben der eigentlichen Fällung fallen häufig weitere Arbeiten an, die du in dein Budget einplanen solltest.

  • Baumfällgenehmigung: Je nach Kommune fallen hierfür Gebühren zwischen 25 und 150 Euro an. In sehr strengen Städten wie München können es auch bis zu 200 Euro sein.
  • Baumstumpf entfernen: Das Ausfräsen mit einer Wurzelfräse kostet pauschal 100 bis 400 Euro oder wird mit 2 bis 5 Euro pro Zentimeter Stammdurchmesser berechnet. Ein komplettes Roden mit einem Bagger ist deutlich teurer und liegt zwischen 300 und 1.500 Euro.
  • Entsorgung: Der Abtransport von Grünschnitt und Ästen kostet meist zwischen 50 und 300 Euro.
  • Brennholzaufbereitung: Wenn du das Holz behalten möchtest, kann der Betrieb es dir sägen, spalten und stapeln. Das kostet etwa 50 bis 150 Euro pro Raummeter.

Realistische Beispielrechnung: Mittelgroßer Baum im Garten

Um die Kosten greifbarer zu machen, schauen wir uns ein typisches Szenario an. Angenommen, du hast einen 15 Meter hohen Baum mit einem Stammdurchmesser von 40 Zentimetern in deinem Garten. Der Standort ist eingeschränkt zugänglich, weshalb der Baum stückweise abgetragen werden muss. Eine Genehmigung ist erforderlich. Das Stammholz behältst du als Brennholz, nur das Astwerk wird entsorgt. Der Stumpf wird gefräst.

Leistungsposition Kosten (Brutto)
Fällgenehmigung (Kommune) 85,00 €
Fällarbeiten (15 m, stückweise Abtragung) 900,00 €
Baumstumpf fräsen (40 cm x 3,50 €/cm) 140,00 €
Entsorgung Astwerk/Grünschnitt 150,00 €
Gesamtkosten 1.275,00 €

Diese Rechnung zeigt, dass die Zusatzkosten einen erheblichen Teil der Gesamtsumme ausmachen können. Durch Eigenleistung, wie das Behalten des Holzes, lassen sich die Kosten jedoch gut steuern.

Rechtliche Vorgaben und Sicherheit

Bevor du einen Baum fällen lässt, ist es dringend angeraten, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu prüfen. Ein Verstoß kann als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)

Nach Paragraph 39 Absatz 5 des Bundesnaturschutzgesetzes ist es zum Schutz von nistenden Vögeln grundsätzlich verboten, Bäume zwischen dem 1. März und dem 30. September zu fällen. Reguläre Fällungen sind nur in der Zeit von Oktober bis Februar erlaubt. Ausnahmen gibt es nur bei akuter Gefahr im Verzug, wofür du aber eine Sondergenehmigung brauchst.

Kommunale Baumschutzsatzung

In etwa 65 Prozent der deutschen Städte und Gemeinden gibt es eine Baumschutzsatzung. Diese regelt, ab wann ein Baum geschützt ist. Oft gilt eine Genehmigungspflicht für Bäume ab einem Stammumfang von 60 bis 80 Zentimetern, gemessen in einer Höhe von 100 Zentimetern. Informiere dich daher vorab bei deinem zuständigen Umwelt- oder Grünflächenamt.

Sicherheit bei Eigenleistung

Wer aus Kostengründen selbst Hand anlegen möchte, darf das Thema Sicherheit nicht unterschätzen. Für die Arbeit mit der Kettensäge benötigst du eine entsprechende Schutzausrüstung. Zudem ist ein Motorsägenschein dringend angeraten und insbesondere bei Versicherungsfragen relevant, falls es zu einem Unfall oder Sachschaden kommt.

Steuerliche Vorteile nutzen

Ein kleiner Lichtblick bei den Kosten: Wenn die Fällung auf deinem Privatgrundstück stattfindet, kannst du die reinen Arbeits-, Maschinen- und Anfahrtskosten als haushaltsnahe Dienstleistungen nach Paragraph 35a EStG steuerlich absetzen. Die Entsorgungsgebühren sind davon jedoch ausgenommen.

So bereitest du deine Anfrage vor

Wenn du Angebote von Fachbetrieben einholst, solltest du so präzise wie möglich sein. Je mehr Informationen der Betrieb hat, desto genauer wird der Kostenvoranschlag. Achte darauf, folgende Details bei deiner Anfrage auf einer Handwerkerbörse mitzuteilen:

  • Geschätzte Höhe des Baumes und Stammdurchmesser (in 1 Meter Höhe gemessen).
  • Baumart (Nadelholz oder Laubholz).
  • Fotos vom Baum und der direkten Umgebung.
  • Informationen zur Zugänglichkeit (Kommt man mit einem Anhänger oder einer Hebebühne in den Garten?).
  • Gewünschte Zusatzleistungen (Wurzel fräsen, Holz entsorgen oder als Brennholz aufbereiten).
  • Status der Fällgenehmigung (bereits vorhanden oder noch zu beantragen).

Häufige Fragen zur Baumfällung

Brauche ich für meinen Baum eine Genehmigung?

Das hängt von der Baumart, dem Stammumfang und deinem Wohnort ab. Es gibt keine bundesweit einheitliche Regelung. Ein Blick in die lokale Baumschutzsatzung deiner Kommune ist in der Regel erforderlich, bevor du handelst.

Kann ich Kosten sparen, wenn ich das Holz behalte?

Ja. Wenn du auf den Abtransport des Stammholzes verzichtest, senkt das die Entsorgungskosten spürbar. Bedenke aber, dass du das Holz dann selbst sägen und spalten musst, wenn du es als Brennholz nutzen willst.

Soll der Baumstumpf gefräst oder komplett gerodet werden?

Das Fräsen ist häufig die bessere Wahl. Es ist deutlich günstiger und zerstört den umliegenden Garten weniger. Ein komplettes Roden mit dem Bagger ist eigentlich nur dann nötig, wenn du an exakt derselben Stelle tief bauen möchtest (zum Beispiel für ein Fundament).

Darf ich einen Baum auch im Sommer fällen?

Nein, regulär ist das zwischen März und September verboten. Ausnahmen gelten nur in absoluten Notfällen, etwa wenn der Baum durch einen Sturm stark beschädigt wurde und umzustürzen droht. Auch dafür musst du in der Regel eine behördliche Freigabe einholen.