August 17, 2026

Was kosten Alu-Holz-Fenster inklusive Einbau?

Die reinen Materialkosten für Alu-Holz-Fenster beginnen bei 600 Euro für einfache Modelle mit Zweifachverglasung. Inklusive Einbau solltest du für ein Standardfenster mit Dreifachverglasung mit durchschnittlich 1.400 bis 1.600 Euro rechnen. Bei großen, hochwertigen Ausführungen im Altbau können die Preise auf über 2.000 Euro steigen.

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Alu-Holz-Fenster verbinden die wohnliche Optik und gute Wärmedämmung von Holz auf der Innenseite mit dem extrem witterungsbeständigen und pflegeleichten Aluminium auf der Außenseite. Diese Materialkombination hat jedoch ihren Preis. Hier erfährst du im Detail, wie sich die Kosten für Alu-Holz-Fenster zusammensetzen, welche Faktoren den Preis treiben und worauf du beim Angebotsvergleich achten musst.

Direkte Antwort: Die Kosten für Alu-Holz-Fenster im Überblick

Die Gesamtkosten für ein Alu-Holz-Fenster setzen sich aus dem reinen Materialpreis und den Handwerkerkosten für den Einbau zusammen. Für ein typisches Standardfenster (etwa 1,3 x 1,3 Meter) musst du mit folgenden groben Richtwerten rechnen:

Kostenpunkt Preisspanne (ca.)
Materialkosten (2-fach-Verglasung) 600 € – 1.000 €
Materialkosten (3-fach-Verglasung) 800 € – 1.400 €
Standardmontage (pro Fenster) 100 € – 180 €
Aufschlag für RAL-Montage 100 € – 160 €
Demontage & Entsorgung (Altbau) 55 € – 160 €

Besonders große oder sehr hochwertige Ausführungen können in der Anschaffung auch bis zu 2.150 Euro pro Stück kosten. Generell machen die Montagekosten etwa 20 bis 30 Prozent der Gesamtrechnung aus.

Materialpreise: Was das Fenster selbst kostet

Der Preis für das reine Fenster wird maßgeblich von drei Faktoren bestimmt: der Größe, der Holzart und der Verglasung. Im Fensterbau ist es zwar unüblich, Endkunden reine Quadratmeterpreise anzubieten, da meist pro Stück nach Standardmaßen abgerechnet wird. Dennoch geben sie eine gute Orientierung für den Einfluss der Holzart.

  • Die Holzart: Weichhölzer wie Fichte oder Kiefer sind in der Anschaffung deutlich günstiger. Ein Quadratmeter Kiefernholz-Alu-Fenster startet bei etwa 520 Euro. Harthölzer wie Lärche oder Eiche sind robuster, aber auch teurer. Hier beginnen die Preise oft erst bei rund 770 Euro pro Quadratmeter. Ein komplettes Standardfenster aus Fichte liegt materialseitig bei mindestens 988 Euro.
  • Die Verglasung: Eine moderne 3-fach-Verglasung kostet mehr als eine 2-fach-Verglasung. Der Aufpreis liegt meist zwischen 200 und 400 Euro pro Fenster. Für staatliche Förderungen ist die 3-fach-Verglasung heutzutage jedoch faktisch Pflicht.

Montagekosten: Einbau, Demontage und Zusatzarbeiten

Die reinen Arbeitskosten für den Einbau eines neuen Fensters liegen bei einem unkomplizierten Standardeinbau zwischen 100 und 180 Euro. Bei komplizierteren Gegebenheiten, etwa unebenen Laibungen im Altbau, steigen diese Kosten auf 160 bis 250 Euro an. Im Altbau musst du generell mit etwa 10 Prozent höheren Gesamtkosten rechnen als im Neubau, da alte Fenster zunächst ausgebaut und entsorgt werden müssen.

Zusätzlich können folgende Posten auf der Handwerkerrechnung auftauchen:

  • RAL-Montage: Eine normgerechte, wärmebrückenfreie Montage nach RAL-Richtlinien ist sehr empfehlenswert und oft Voraussetzung für Förderungen. Der Mehraufwand kostet etwa 100 bis 160 Euro pro Fenster.
  • Laibungsarbeiten: Das Verputzen und Verkleiden der Fensterlaibung innen und außen nach dem Einbau schlägt je nach Aufwand mit 150 bis 500 Euro pro Fenster zu Buche.
  • Gerüstkosten: Werden Fenster im Ober- oder Dachgeschoss getauscht, muss oft ein Gerüst gestellt werden. Hierfür fallen pauschal etwa 500 bis 1.500 Euro an.
  • Dichtbänder: Im Neubau werden spezielle Dichtbänder verwendet, die etwa 50 bis 60 Euro pro Fenster kosten.

Beispielrechnung: Fenstertausch im Altbau

Um die Alu-Holz-Fenster-Kosten greifbarer zu machen, betrachten wir ein realistisches Szenario: Du tauschst ein altes Fenster in einem Altbau gegen ein neues Alu-Holz-Fenster (Kiefer, Standardmaß 1,3 x 1,3 m) mit 3-fach-Verglasung aus. Die Arbeiten umfassen die Demontage, die Entsorgung und eine normgerechte RAL-Montage. Aufwendige Laibungsarbeiten oder ein Gerüst sind in diesem Beispiel nicht erforderlich.

Leistung / Material Kosten (ca.)
Materialkosten Fenster (3-fach-Verglasung, Kiefer) 1.100 €
Demontage und Entsorgung des Altfensters 100 €
Standardmontage 150 €
Aufschlag für RAL-Montage 130 €
Gesamtkosten für ein Fenster 1.480 €

Hinweis: Dies ist eine beispielhafte Kalkulation. Die tatsächlichen Preise können je nach Region, gewähltem Handwerksbetrieb und genauer baulicher Situation abweichen.

Fördermittel und steuerliche Vorteile

Der Staat unterstützt den Einbau energieeffizienter Fenster. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) des BAFA erhältst du für den Fenstertausch als Einzelmaßnahme eine Grundförderung von 15 Prozent. Hast du zuvor einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen, steigt der Zuschuss auf 20 Prozent.

Wichtig: Voraussetzung für die Förderung ist, dass das neue Fenster einen U-Wert (Uw) von maximal 0,95 W/(m²K) erreicht. In der Praxis bedeutet das, dass du dich für eine 3-fach-Verglasung entscheiden musst. Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 Euro pro Wohneinheit und Jahr begrenzt (mit iSFP auf 60.000 Euro).

Alternativ zur BAFA-Förderung kannst du den Steuerbonus nach § 35c EStG nutzen. Hierbei lassen sich 20 Prozent der Kosten über drei Jahre von der Steuer absetzen (maximal 40.000 Euro je Objekt). Beachte jedoch, dass sich beide Förderwege für dieselbe Maßnahme ausschließen.

Wichtige Hinweise für die Planung und den Angebotsvergleich

Wenn du Angebote von Fachbetrieben einholst, solltest du nicht nur auf den Endpreis schauen. Achte darauf, dass alle notwendigen Arbeitsschritte transparent aufgeführt sind. Sind die Demontage und die fachgerechte Entsorgung der alten Fenster inklusive? Wird eine RAL-Montage angeboten?

Ein besonders kritischer Punkt beim Fenstertausch im Altbau ist das Lüftungskonzept. Wenn du dich für stark dämmende Alu-Holz-Fenster mit 3-fach-Verglasung entscheidest, isolieren diese oft besser als die ungedämmte Außenwand. Ohne ein angepasstes Lüftungskonzept drohen Kondenswasser und Schimmelbildung an den kälteren Wandflächen. Ein seriöser Fachbetrieb wird dich auf diese bauphysikalische Besonderheit hinweisen und entsprechende Lösungen anbieten.

Nutze eine Handwerkerbörse, um verschiedene Betriebe aus deiner Region zu kontaktieren. Beschreibe dein Vorhaben so genau wie möglich – inklusive der gewünschten Holzart, der Fenstermaße und der Etage, in der die Fenster getauscht werden sollen. So erhältst du vergleichbare und realistische Kostenvoranschläge.

Häufige Fragen (FAQ)

Lohnt sich der hohe Aufpreis für Alu-Holz gegenüber reinem Holz?

Ja, besonders wenn dir Wartungsarmut wichtig ist. Die Aluminium-Verblendung auf der Außenseite schützt das Holz vor Verwitterung und macht regelmäßige Erhaltungsanstriche überflüssig. Gleichzeitig profitierst du im Innenraum von der wohnlichen Optik und der guten Wärmedämmung des Holzes.

Sollte ich eine 2-fach- oder 3-fach-Verglasung wählen?

Wenn du staatliche Förderungen in Anspruch nehmen möchtest, ist die 3-fach-Verglasung faktisch Pflicht, da nur so der geforderte U-Wert von maximal 0,95 W/(m²K) erreicht wird. Im Altbau ohne Fassadendämmung ist bei einer 3-fach-Verglasung jedoch ein Lüftungskonzept dringend erforderlich, um Schimmel zu vermeiden.

Ist eine RAL-Montage immer notwendig?

Nein, aber sie ist fachlich sehr empfehlenswert. Eine RAL-Montage stellt sicher, dass das Fenster wärmebrückenfrei und schlagregendicht eingebaut wird. Zudem ist sie in der Regel eine Grundvoraussetzung, um staatliche Fördergelder für den Fenstertausch zu erhalten.